NeuigkeitenJu-Jutsu
Eingefügt am 18. Juli 2008
Für die diesjährige Deutsche Meisterschaft (DEM) im Ju-Jutsu-Fighting und DUO-System hatten sich 7 Ju-Jutsu-Sportler und –Sportlerinnen des Einbecker Judo-Club qualifiziert. Diese fand jetzt in Wiesbaden statt. Alle Ju-Jutsuka, Arne Hoffmann und Carola Wirthgen im Fighting-System und Andre Rischmann/Julian Böhnke, Saskia Schütz/Andreas Koschinsky im DUO-System, hatten sich über Bezirks-, Landes- und Norddeutsche Meisterschaft für diese höchste Sportveranstaltung auf bundesdeutscher Ebene qualifiziert. Mit sehr viel Ehrgeiz trainierten sie in der Vorbereitungsphase drei- bis viermal pro Woche. Dieses war auch notwendig, wollten sie gegen die Spitzenathleten aus Bayern, Baden Württemberg usw. bestehen. Nachdem Arne Hoffmann im Fighting-System im Vorjahr nur knapp das Siegertreppchen verfehlte, war für ihn dieses in diesem Jahr klar anvisiert.
In zwei Pools trugen die Athleten dieser Gewichtsklasse ihre Zweikämpfe aus. Nachdem Arne den ersten Kampf klar gewonnen hatte, kam er im zweiten aus seinem Rhythmus und verlor diesen. Dadurch musste Arne in die Trostrunde. Um noch sein Ziel, Platz drei und damit auf das Siegerpodest zu kommen, musste er nun alle seine Kämpfe gewinnen. Die weiteren zwei gewann Arne klar und es ging in die entscheidende Begegnung gegen J. Handanovic, vom Bushido Frankfurt/Main. Auch hier zeigte Arne, dass er gut von seinem Trainer Dieter Müller eingestellt war, und führte bis kurz vor Kampfende mit einem kleinen Punktevorsprung. Diesen musste er noch über die Zeit retten. Doch dann nahm das Unglück seinen Lauf. Arne hatte seinen Gegner im Armhebel am Boden und dieser schlug, für die Kampfrichter nicht sichtbar, auf der Matte ab. Das Zeichen der Aufgabe. Logische Folge: Kampf-unterbrechung durch die Kampfrichter und drei Punkte für Arne. Aber nein! Die Kampfrichter lassen weiterkämpfen! Arne hatte den Hebel gelöst und die Unklarheit sowie die Verwirrung über das Ausbleiben der Kampfrichterentscheidung nutzt Handanovic und bekommt Arne in den Haltegriff, aus dem er sich nicht mehr befreien kann. Dieser geht dadurch in Führung. Arnes folgenden Atemitechniken in den letzten verbleibenden 20 Sekunden werden von den 3 Kampfrichtern so unterschiedlich bewertet, es kam zu keiner Mehrheitsentscheidung und dass er den Kampf verlor. Trotz großer Enttäuschung errang Arne Hoffmann einen hervorragenden 5. Platz.

Carola Wirthgen war in diesem Jahr der Senkrechtstarter bei den Seniorinnen des Niedersächsischen Ju-Jutsu-Verbandes. Im letzten Jahr mit dem Wettkampftraining, unter D. Müller, begonnen, qualifizierte sie sich über alle Ebenen für Wiesbaden. In der Gewichtsklasse bis 62 kg hatte sie jedoch große Konkurrenz aus den Kampfhochburgen in Bayern und Hessen und damit kaum Chancen. Aber die Teilnahme an einer so großen überregionalen Sportveranstaltung bringt Erfahrung und stärkt das Selbstvertrauen. Am Ende konnte Carola ihre niedersächsische Konkurrentin, Anja Welke, vom TSV Lesse, hinter sich lassen und belegte ebenfalls einen 5. Platz.

In der Wettkampfform des DUO-Systems waren vom Einbecker JC die Paarungen Saskia Gesine Schütz/Andreas Koschinsky, im Mixed, und Julian Böhnke/Andre Rischmann, bei den Herren, in Wiesbaden vertreten. In dieser, noch jungen Wettkampfform müssen fest vorgegebene Angriffe mit Schlag-, Stoß-, Tritt-, Wurf- und Hebeltechniken abgewehrt werden. Die Abwehr wird von Kampfrichtern bewertet. Bewertungskriterien sind Dynamik, Kraft, Effektivität und Realitäts-bezogenheit der Abwehrtechniken. Auch die Einbecker Paarungen bestritten ihre erste Saison. Bei der Meisterschaft in Wiesbaden trafen sie auf die deutsche Elite dieser Wettkampfform aus Bayern und Nordrhein Westfalen. Gegen die Angehörigen des Bundeskaders des Deutschen Ju-Jutsu-Verbandes, die jeweils die ersten drei Plätze unter sich aus machten, schlugen sich die Einbecker Ju-Jutsuka wacker. In den Kategorien (Herren, Mixed und Damen) wurde nach dem Poolsystem, jeder gegen jeden, gekämpft. Abschließend belegten Andre Rischmann/Julian Böhnke den 4. Platz und Saskia G. Schütz/Andreas Koschinsky den 5. Platz.

Über die Erfolge und die Teilnahme an den Meisterschaften waren alle sehr glücklich. Der Trainingsfleiß hatte sich gelohnt. Es war für alle Einbecker Ju-Jutsukas eine tolle Erfahrung und ein super Erlebnis, an den jeweiligen Meisterschaften insbesondere der Deutschen Meisterschaft teilgenommen zu haben.


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